Wer wir sind

Wir sind eine offene, gemischte, dem K.I.O.S.K. e.V., dem Trägerverein des Stadtteiltreffs, angegliederte Gruppe aktiver Rieselfelderinnen und Rieselfelder, die sich seit 2010 regelmäßig im "glashaus" trifft, um für die Bewohner unseres Stadtteils, insbesondere unter dem Aspekt des demographischen Wandels, Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

In verschiedenen Arbeitsgruppen wird darüber hinaus die Vorarbeit für einzelne Projekte geleistet, die nach den Wünschen des Plenums eingerichtet werden.

Wir treffen uns jeden 2. Dienstagabend im Monat im glashaus in größerer Runde.

Sie sind herzlich eingeladen, in unserer Gruppe aktiv mitzuwirken. Wir freuen uns auf Sie.

Kontakt: Projektmitarbeiter für ÄwiR im KIOSK Richard Krogull-Raub (Tel. 0761/76 79 582), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Sprechstunde mittwochs 10-13 Uhr oder nach tel. Vereinbarung.

Was wir wollen

Wir blicken in die Zukunft. Unser junger Stadtteil wird sich in den kommenden 15 Jahren deutlich und im öffentlichen Leben spürbar verändern: die Zahl der Menschen über 65 Jahren wird sich von heute 800 auf ca. 2300 fast verdreifachen. Deshalb muss die Frage beantwortet werden, ob die heutige Infrastruktur dafür ausreichend ausgelegt ist und ob die Unterstützungsmöglichkeiten für Ältere und Hilfsbedürftige ausreichend verfügbar und bezahlbar sind, damit ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben lange selbstbestimmt und bei guter Lebensqualität möglich ist. 

Wir wollen eine auf den Stadtteil bezogene Struktur zu Unterstützung und Versorgung Hilfebedürftiger aufbauen und die Begegnung und den Austausch der Menschen miteinander fördern, um eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Dabei muss die städtebauliche, freiräumliche und bauliche Situation im Stadtteil auf ihre Alltagstauglichkeit für die Älteren ständig geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Folgende Aspekte wollen wir besonders berücksichtigen: 

  • Die Schaffung einer verlässlichen Anlauf- und Informationsstelle;
  • Das Miteinander der Generationen, die Zusammenführung von Jung und Alt;
  • die Bereitstellung einer altersgerechten Infrastruktur;
  • ein erbauliches Zusammenleben der nicht (mehr) Berufstätigen mit sozialen, sportlichen und kulturellen Angeboten.

Wir verstehen uns als weiterer Baustein der in diesem Bereich bereits tätigen Initiative „50plus!“ und Soziales Netz der Kirchen und auch der Seniorengruppe bei K.I.O.S.K., die jeden 1. Mittwoch im Monat einen Kaffeenachmittag mit Vorträgen und in der 2. Monatshälfte (meist freitags) einen Seniorenausflug veranstaltet.

Als niederschwelliges Angebot für eine gemeinsame körperliche Aktivierung gibt es seit 2011 jeden Donnerstag die Geh-Runde, einen gekennzeichneten Bewegungsparcours im Rieselfeld von max. 3 000 m, der der Mobilisierung vor allem der Generation 50+ im nahen Wohnumfeld als tägliches Gehprogramm dienen soll.

Was passiert in den nächsten Jahren 

ÄwiR Workshop: Auf dem Weg zu einem altersgerechten Quartier

Nachdem im Dezember der Förderbescheid des DHW für eine weitere Förderung des Projekts Älter-werden-im-Rieselfeld eintraf, lud die Gruppe Bewohnerinnen und Bewohner ein, um bei einem Workshop die Schwerpunkte für die nächsten zwei Jahre auszuarbeiten.

Einen ganzen Samstag beschäftigten sich 16 Teilnehmende mit den drei vorgeschlagenen Grobzielen: Sich versorgen (Erhaltung des (selbständigen) Wohnens im vertrauten Wohnumfeld), Sich einbringen (Stärkung der Eigeninitiative, Mitgestaltung und gegenseitige Hilfe) und Gemeinschaft erleben (Solidarisches und intergeneratives Miteinander fördern).

 

  • SICH VERSORGEN: 
    Erhaltung des (selbständigen) Wohnen im vertrauten Wohnumfeld

  • SICH EINBRINGEN: 
    Stärkung der Eigeninitiative, Mitgestaltung und gegenseitige Hilfe

  • GEMEINSCHAFT ERLEBEN: 
    Solidarisches und intergeneratives Miteinander fördern

 

Vorgenommen hatte man sich, möglichst viele Anregungen und Vorstellungen zu finden, die Machbarkeit und Dringlichkeit zu bewerten um Schwerpunkte für die nächsten zwei Jahre fest zu legen. Auch die Rahmenbedingungen und Partner wurden bedacht. Für die Entwicklung des altersgerechten Quartiers wird der KIOSK e.V. nochmals für zwei Jahre Fördermittel bekommen. Diese Zeit sollte genutzt werden, das Projekt ÄwiR auf stabile Fundamente zu stellen. Neben der Sicherung des Erreichten und dem weiteren Ausbau des Gewollten muss sich die Gruppe auch kommunalpolitisch positionieren, um den sozialräumlichen Ansatz zu sichern. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Zukunft nur aus dem Quartier selbst kommen kann. Die Versorgung mit den Gegenständen des täglichen Bedarfs müssen im Lebensraum auch Angebote der Gesundheitsversorgung und zur Pflege- und Unterstützung im Alter angeboten werden. Dabei spielen Angebote der sozialen Betreuung sowie haushaltsnahe und pflegerische Dienstleistungen eine bedeutende Rolle. Öfters eingebracht wurde in diesem Zusammenhang, das gute Angebot einer stationären Einrichtung im Sozialraum.
Aber auch über den Ansatz von Empowerment wurde lebhaft diskutiert. Die nachberufliche Phase ist heute für viele eine aktive Zeit und immer mehr Menschen suchen in diesem Lebensabschnitt nach sinnvollen und nicht selten gemeinwesenorientierten Aufgaben. Sie wollen Gemeinschaft erleben und sich mit ihren Erfahrungen und Können einbringen. Quartiersentwicklung hat deshalb auch Förderung der eigenen Kompetenzen und der Eigenverantwortung der Bewohner im Blick. Hausgemeinschaften und Nachbarschaften und andere Netzwerke müssen gestiftet oder wiederbelebt werden. Die Gruppe ÄwiR kann hier als „Beleber“ und „Kümmerer“ tätig werden und Räume für Begegnung, die auch Orte für politische Partizipation, Bildungs-, Kultur und Sportangebote sein können, schaffen

Nach intensiver Arbeit in drei Arbeitsgruppen wurden viele Vorschläge und Aspekte gefunden, diskutiert und zusammengetragen. In der Schlussrunde wurde gewichtet und konzentriert. Abschließend wurden zur Weiterarbeit zwei Arbeitsgruppen eingesetzt: 1. Aktivitäten und 2.Vernetzung. Querschnittsaufgabe für alle ist dabei, für die Zukunft eine sichere Trägerstruktur für die Gruppe ÄwiR als Ideengeber, aber auch als Träger für Angebote zu schaffen. (Richard Krogull-Raub)